Was ist eigentlich dran am Strom?

Fast alles funktioniert heute mit einer wichtigen Ressource. Die Rede ist vom Strom. Bereits im 17. Jahrhundert begann man die Elektrizität praktisch zu nutzen. Doch erst mit der Einführung der Glühbirne gewann der Strom seine hervorragende Stellung. Und heute ist Strom erst recht ein Element des Lebens geworden, könnte man schon fast behaupten. Smartphones, Computer, Waschmaschinen, Herde, Fernseher und viele weitere Geräte der Neuzeit kommen ohne Elektrizität nicht mehr aus. In jedem Haushalt ist Strom anzapfbar und wird mehr oder weniger stark genutzt. Natürlich ist Strom nicht umsonst und kostet Geld. Die Produktion in Kraftwerken erzeugt zwar riesige Mengen Strom, die aber über Trassen und Umspannwerke erst in die Wohnung gelangen müssen.



Um daher möglichst günstig Strom zu beziehen, kann es sich lohnen einen Stromvergleich anzustellen. Die vielen Anbieter von Strom unterscheiden sich auch bei den Preisen und so kann man durch einen einfachen Wechsel eine Menge Geld sparen. Doch wie genau vergleiche ich Strompreise am besten und wie finde ich für mich den besten Anbieter? Im Folgenden wollen wir Ihnen daher einige Tipps und Tricks zeigen, wie Sie beim Strom Geld sparen können.

Wo kommt der Strom eigentlich her?

Strom kommt aus der Steckdose, heißt es bei kleinen Kindern immer. Dass dem nicht so ist, ist den meisten Menschen klar. Doch wie kommt der Strom nun in die Wohnung? Über Deutschland verteilt gibt es eine Reihe von Kraftwerken, die für die Produktion des Stroms verantwortlich sind. Über riesige Generatoren wird der Strom dort erzeugt, angetrieben meist durch die Kraft von Wasserdampf. Der Strom hat zu diesem Zeitpunkt noch eine Spannung von mehreren Zehntausend Volt und ist daher noch nicht für den Heimgebrauch nutzbar. Über große Stromtrassen wird der Strom dann auf das Gebiet verteilt und über Umspannwerke immer weiter abgeschwächt. In immer kleineren Gebieten wird der Strom dann weiter abgeschwächt, bis er irgendwann die Haushalttauglichen 230 Volt erreicht. Der Weg des Stroms ist also ein ziemlich langer Weg, der auch den Preis dementsprechend rechtfertigt.


Wie setzt sich der Strom zusammen?

Um beim Strompreisvergleich die Preise überhaupt sinnvoll vergleichen zu können, muss man erst einmal wissen wie sich der Strom zusammensetzt. Das kann von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sein, sodass auch die Preise recht unterschiedlich sind. Die größten Stromerzeuger in Deutschland sind überwiegend Kohlekraftwerke, Atomkraftwerke, Öl- und Gaskraftwerke und die alternativen Stromerzeugungsmethoden. Bei den meisten Anbietern setzt sich der Strom aus all diesen Erzeugungsmethoden zusammen. Denn so können alle Kraftwerke in einem Gebiet sinnvoll verknüpft werden und es kommt nicht zu Über- oder Unterlastungen. Den größten Anteil stellt bis heute aber immer noch die Kohlekraft dar. Die Atomkraft wird nach einem Beschluss der Bundesregierung bis 2022 nicht mehr genutzt. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima folgten viele weitere Staaten dem Beispiel und verkündeten einen Ausstieg. Doch Grund zum Trauern gibt es dennoch nicht, denn nach einer neuen Studie ist Atomstrom gar nicht so günstig wie angenommen. Kleinere Anteile des Stroms werden aus erneuerbaren Energien und Gasverbrennungsanlagen bezogen.

Hier die Stromarten noch einmal in der Übersicht:

-Kohlekraft: Die noch am meisten verbreitete Energieerzeugungsform. Setzt sich aus Braunkohle und Steinkohle zusammen und hat immerhin noch einen Anteil von etwa 40 %, eher rückläufig

-Atomkraft: Mit etwa 13 % nach Kohle bedeutendster Energieerzeuger. Mit dem Atomausstieg wird diese Energieform aber verschwinden.

-Gas/Erdöl: Mit ebenfalls etwa 13 % recht bedeutender Energieträger

-Regenerative Energien: Zu diesen zählen: Wind-, Wasser- und Solarkraft und auch Biomasse. Mit knapp zusammen 30 % hat dieser Sektor eine große Bedeutung.

Kostenfaktor Energiewende

Seit die Energiewende verkündet wurde, sind Strompreisrechner und Strompreisvergleiche am Boomen. Denn die Kosten für die Umstellung werden von den Energiekonzernen und dem Staat getragen. Bedeutet also beides: Der Bürger zahlt, sowohl bei den Steuern, als auch bei den Stromkosten. Und bei den Stromkosten steckt das eigentliche Paradoxon. Deutschland produziert so viel Energie, dass es seinen Strom günstig ins Ausland verkaufen muss. Beim Stromkunden hierzulande kommt das aber fast nicht an. Doch ist die Energiewende wirklich so teuer? Hier lässt sich klar sagen: Nein. Denn langfristig gesehen sind erneuerbare Energien noch am günstigsten. Denn Wind und Sonne kosten nichts, sondern sind frei verfügbar. Lediglich die einmalige Investition ist hoch und auch für die Wartung kommen kosten auf. Doch im Vergleich dazu wird der Atomstrom uns auch noch Jahrzehnte nach dem Rückbau eine Menge Geld kosten. Mit dem Ausbau der alternativen Energien wird man auch beim Stromvergleich zukünftig auf immer geringere Preise stoßen.

Strompreisvergleich –Was ist noch zu beachten?

Wie man bereits sehen kann, hängt der Preis von vielen Faktoren ab. Die Produktion des Stroms und seine Verteilung über die Stromtrassen sind dabei zwei der Hauptfaktoren. Doch auch politische Entscheidungen, wie der Atomausstieg und die Energiewende können den Preis des Stroms beeinflussen. Auch lokale Unterschiede kann es dabei geben. Wer in dicht besiedelten Gebieten lebt, der wird beim Stromvergleich oft eine größere Auswahl haben. Auch wer viel Strom verbraucht, wird von vielen Anbietern besondere Angebote erhalten. Beim Strompreisrechner kann man diese Angebote dann sehen. Viele Anbieter stellen auf ihren eigenen Seiten ebenfalls Strompreisrechner zur Verfügung, mit denen man dann die Tarife des Anbieters im Stromvergleich betrachtet. Man sollte auch unbedingt auf versteckte Kosten bei den Angeboten achten. Kommt Ihnen ein Tarif verdächtig günstig vor, so sollten Sie diesen näher begutachten.


Strompreise in Deutschland

Strom wird immer teurer und an dieser Aussage ist nichts auszusetzen. Wer beim Strompreisvergleich auch die vergangenen Jahre betrachtet, dem wird eines auffallen: Die Preise steigen rasant. Der durchschnittliche Strompreis für 2017 beträgt 29,16 Cent pro Kilowattstunde Strom. Vor zehn Jahren lag dieser Wert noch bei 20,64 Cent pro Kilowattstunde Strom. Seinen besten Wert hatte der Strompreis in der Jahrtausendwende. Mit gerade einmal 13,94 Cent pro Kilowattstunde war Strom in diesem Jahr besonders erschwinglich. Doch von diesen Strompreisen sind wir momentan weit entfernt. Große Preisersparnisse gibt es nur selten und daher ist der Stromvergleich noch die beste Möglichkeit, um den günstigsten Tarif zu finden. Wer schon heute auf erneuerbare Energien setzt, der kann in Zukunft von günstigen Preisen profitieren. Auch eine eigene Photovoltaikanlage kann einen alternativen zu teuren Strom sein, bedarf aber einen hohen einmaligen Investitionsanteil.

Strompreisvergleich – wie am besten?

Vieles wurde über den Strom schon gesagt, doch wie genau soll nun der Stromvergleich ablaufen? Hier hat man einige Möglichkeiten. Zunächst kann man den Vergleich komplett in die eigene Hand nehmen. Man sollte dabei die lokalen Anbieter zuerst im Stromvergleich untersuchen. Dazu kann man die Strompreisrechner auf den jeweiligen Seiten der Anbieter zu Hilfe nehmen. Was man dann noch braucht ist eine Schätzung, wie viel Strom man im Jahr verbrauchen wird. Dazu kann die Stromrechnung des vorherigen Jahres sehr sinnvoll sein. Dort steht der Verbrauch in Kilowattstunden. Wer diese Rechnung nicht zur Hand hat, der kann auch die durchschnittlichen Werte nehmen.

Für eine dreiköpfige Familie kann man mit etwa 3500 Kilowattstunden im Jahr rechnen. Auch die Wohnsituation sollte berücksichtigt werden. Wohnt man in einem Haus, so können die Stromkosten etwas höher sein, als in einer Wohnung.

Hat man die wichtigsten Eingaben nun zusammen, so kann man diese in den Strompreisrechner der Anbieter einfügen. Notieren Sie sich die Ergebnisse. Werden mehrere Tarife vorgeschlagen, so notieren Sie sich den jeweils günstigsten Tarif. Haben Sie eine Übersicht zusammen, zeigt der Stromvergleich Ihnen den günstigsten Tarif. Wollen Sie auf eine größere Skala gehen, so kann es ratsam sein Vergleichsportale zu nutzen. Denn die Zahl der großen Anbieter ist zu weitreichend, als dass man noch eigenständig einen effizienten Stromvergleich erstellen kann. Beim Stromvergleich über Vergleichsportale werden Ihnen auch nur Angebote in Ihrer Region präsentiert. So laufen Sie nicht in Gefahr, einen Tarif zu finden, der gar nicht vorhanden ist.

Ich habe einen guten Tarif gefunden, was nun?

Wenn Sie beim Strompreisvergleich ein passendes Angebot für sich gefunden haben, können Sie wechseln. Auch hierfür haben Sie mehrere Möglichkeiten offen. So können Sie eigenständig eine Kündigung, unter Beachtung der Kündigungsfrist, bei Ihrem bisherigen Anbieter einreichen. Sie sollten aber auch beachten, dass nicht jeder neue Anbieter direkt Strom liefert. So sollten Sie auch beim neuen Anbieter die Fristen beachten, damit Sie nicht einen Monat ohne Strom dastehen. Einfacher geht es dabei über Vergleichsportale. Dort können Sie einen Wechsel beantragen, der zeitlich abgestimmt ist. So laufen Sie nicht in Gefahr ohne Strom zu sein. Der Wechsel dauert auf solchen Seiten meist nur wenige Minuten und bedarf Angaben, wie der Anschrift und dem Wechselzeitraum. Vieles wird dann im Hintergrund mit den Stromanbietern abgesprochen.


Gewerbestrom

Beim Stromvergleich fällt manchmal auf, dass es eine Extrasparte für gewerblichen Strom gibt. Das liegt daran, dass im Gewerbe die Nutzung von Strom und die Mengen sich gänzlich vom privaten Haushalt unterscheidet. Beim Gewerbe kann sich der Stromanbieter sichersein, dass immer eine bestimmte Menge an Strom abgenommen wird. Daher kann der Strom für Unternehmen auch zu besonderen Konditionen geliefert werden. Auch die Nähe zum Kraftwerk kann in diesen Fällen ein Preisminderungsgrund sein. Auch als Unternehmen, vor allem als Kleinunternehmen, kann es sich lohnen einen Stromvergleich anzustellen. Denn bei großen Abnahmemengen können geringe Preisunterschiede zu großen Kostenersparnissen führen. Unternehmen spüren diesen Preisunterschied stärker als der Normalverbraucher.

 

Ökostrom

Wer auf der Suche nach Tarifen ist, dem wird eines sicherlich aufgefallen sein. Viele Anbieter haben den Ökostrom in ihrem Angebotssortiment. Doch was genau bedeutet das für den Verbraucher genau?

Zunächst muss man dabei unterscheiden, wie viel Ökostrom tatsächlich hinter der Bezeichnung steckt. Denn oft tricksen Anbieter auch und bieten in Wahrheit nur 50 % Ökostrom an. Man sollte bei Interesse also beim Stromvergleich darauf achten, dass 100 % Ökostrom in der Beschreibung steht.

Woraus setzt sich der Ökostrom zusammen?

In der Regel steht es in der Beschreibung, wo der Strom bezogen wird. Man sollte beim Stromvergleich auch auf das TÜV-Siegel für erneuerbare Energien achten. So kann man sich sicher sein, dass auch der gesamte Strom auf diese Weise bezogen wird. Je nach Region ist es oft aber unterschiedlich, welche Quellen es tatsächlich sind. Am weitesten verbreitet ist dabei immer noch die Windkraft, die momentan etwa 10 % der gesamten Stromproduktion in Deutschland darstellt. Aber auch die Solarenergie ist in einigen Regionen Deutschlands stark konzentriert, sodass es auch Anbieter geben wird, die reinen Solarstrom anbieten.

Lohnt sich Ökostrom?

Ökostrom hängt mit hohen Investitionssummen zusammen. Die gebauten Anlagen müssen sich dabei zunächst einmal selbst amortisieren. Das bedeutet, die Preise für den Ökostrom bleiben solange hoch, bis sich die Anlage selbst finanziert hat. Danach kommen keine höheren Kosten für die Ökostromanlage mehr auf und der Strom kann zu günstigeren Preisen verkauft werden. Schon heute ist Ökostrom teils billiger, als herkömmlicher Strom. Auf Ökostrom zu setzten ist dabei eine langfristige Entscheidung in die Zukunft, die auch für den Umweltschutz und Klimawandel vorteilhaft ist. Die Energiewende kann so mitgestaltet werden, die Zukunft mitgestaltet werden.



 

Fazit

Strom wird in Deutschland immer teurer und an diesem Trend wird sich zunächst einmal nicht viel ändern. Denn vor allem Steuern und Abgaben belasten den Strompreis stark. Die erneuerbaren Energien werden aber langfristig immer günstiger, da ihre Amortisierung mit jedem Jahr weiter voranschreitet und auch mit jedem neuen Kunden schneller zum Ziel kommt. In erneuerbare Energien zu setzen ist also auch ein Schritt in die Zukunft. Mit dem Strompreisvergleich kann man einfach und effizient einen günstigeren Tarif finden und meist auch in wenigen Schritten wechseln.